Erschließungsbeiträge – Welche Risiken verbergen sich dahinter?

Bestimmt fragen Sie sich, welches Risiko sich hinter einem Erschließungsbeitrag verbergen kann, wenn Sie sich zum Thema Immobilienkauf informieren wollen.

Zum näheren Verständnis hier ein Fallbeispiel:

Stellen Sie sich jemanden vor, der in einer bayerischen mittelgroßen Stadt ein Grundstück besitzt. Dieses befindet sich direkt im Kern der Stadt, sozusagen in der Innenstadt. Das Problem ist, dass die Stadt dort nun eine neue Erschließung plant. Das bedeutet, dass seitens der Stadt eine Stadtverschönerung erzielt wird und gewünscht ist. Nun muss sich der Besitzer der Immobilie daran beteiligen. Die wälzt einen Großteil dieser Kosten auf die Grundstückseigentümer um. Das bedeutet, dass sich sämtliche Grundstückseigentümer daran beteiligen müssen. Hierbei handelt es sich um relativ große Beträge, die anfallen.

Der Grundstückseigentümer hat auch etwas davon

Das Handeln der Stadt ist natürlich nachvollziehbar, denn die Stadt trägt die Hauptkosten, andererseits profitieren auch die Eigentümer der Grundstücke, weil dieser Vorgang die Grundstücke aufwertet. Deshalb ist es gerechtfertigt, dass von den Eigentümern ein gewisser Kostenbeitrag gefordert wird.

Dieser Kostenbeitrag wird nach der Länge der Straßenkarte berechnet. Ausschlaggebend ist also die Länge, in welcher das Grundstück an die Straße angrenzt. Das ist die Grundlage der Berechnung.

Das wird teuer

Für den Grundstücksbesitzer bedeutet dies ein Problem, wenn das Grundstück beispielsweise von vier Straßen umgeben ist. Das heißt, dass sich das Grundstück in der Mitte von vier Straßen befindet. Das würde heißen, dass diese Grundstücksbesitzer sämtliche vier Kanten bezahlen müsste. Die Folge ist ein sehr hoher Betrag. Alleine die Erschließungsbeiträge belaufen sich in diesem Fall auf 100 000 Euro für diese Verschönerungsmaßnahme. Damit dieser Beitrag etwas minimiert werden kann und folglich eventuell nur 60 000 oder 70 000 Euro bezahlt werden müssen, muss entsprechend verhandelt werden.

Im Wesentlichen ist die Aussage der so genannten Erschließungssatzung, dass die jeweilige Umlage je nach Straßenlänge der Grundstücksgrenze bemessen wird.

Erschließung bei der Finanzierung bedenken

Grundsätzlich gibt es immer noch zahlreiche Baugrundstücke, welche nicht erschlossen sind. Im Rahmen eines Hausbaus muss eine Erschließung daher erfolgen. Das wiederum bedeutet für Sie einen hohen finanziellen Aufwand. Dies müssen Sie bei einer Finanzierung unbedingt berücksichtigen.

Bedeutung Erschließung

Wird ein Grundstück aufgeschlossen oder erschlossen, bedeutet das sämtliche nötigen baulichen Maßnahmen, damit dieses Grundstück nutzbar gemacht werden kann. Dazu gehört natürlich auch der Eintrag ins Grundbuch. Es gibt einen Unterschied zwischen einer privaten und einer öffentlichen Erschließung. Die öffentliche Erschließung bedeutet sämtliche Maßnahmen bis zur Grenze des Grundstücks. Die private Erschließung wiederum bedeutet sämtliche Maßnahmen innerhalb der Baufläche.

Ein Wohnhaus benötigt immer Anschlüsse für:

• Fernwärme
• Gas
• Telefon
• Abwasser
• Wasser
• Strom
• Hauszufahrt

Es liegt am Bauherrn, dass er sich genau darüber informiert, wo sich die nächstgelegenen Anschlussstellen befinden. Diese detaillierten Informationen können im jeweiligen Plan auf der Gemeinde eingeholt werden. Alternativ kann dies auch beim regionalen Netzbetreiber erfragt werden.

Durchschnittliche Kosten

Je nachdem, wie groß ein Grundstück ist, hängen davon natürlich auch die Kosten für die Erschließung ab. Eventuell ist bereits eine Netzleitung vorhanden. Die Kosten halten sich beispielsweise gering, wenn der Weg bis zur nächsten Anschlussstelle relativ kurz ausfällt. Durchschnittlich dürfen mit ca. 10 000-15 000 Euro gerechnet werden. Grundstücksbesitzer mussten außerdem Gebühren für die Kanalnutzung und den Kanalanschluss bezahlen. Diese Kosten unterscheiden sich je nach Gemeinde.

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