Hohe Nebenkosten bei Wohnungseigentümergemeinschaften – Worauf muss ich achten?

Als Eigentümer von einer Eigentumswohnung müssen Sie die Nebenkosten genauso übernehmen, welche Sie später an den Mieter weitergeben. Hierbei ist allerdings Vorsicht geboten. Viele Dinge, welche in den Nebenkostenabrechnungen auftauchen können Sie als Eigentümer oft gar nicht wirklich überprüfen, bzw. überblicken. Oft lauern diverse Posten, die nicht genau aufgeschlüsselt sind.

Die Hausverwaltung

Hierbei besteht die Möglichkeit, der Hausverwaltung einfach zu vertrauen oder eben sämtliche Belege einzufordern. Erst dann, wenn sämtliche Details und Belege vorliegen, sind Sie auf der sicheren Seite. Ansonsten kann es später passieren, dass Sie vom Mieter damit konfrontiert werden. Die jeweiligen Posten, werden nämlich höchstwahrscheinlich hinterfragt. Eventuell lautet der Vorwurf, dass diese zu hoch berechnet oder falsch berechnet sind.

Konkreter Nachweis

Gibt es dafür keine Belege, bleibt der Vermieter auf diesen Kosten sitzen. In diesem Fall sind Sie das. Sobald Sie also Eigentümer von einer Eigentumswohnung sind, lassen Sie sich zuerst einmal vorlegen, was die Wohnungseigentümergemeinschaft berechnet und was über die Hausverwaltung hereinkommt. Dies wird geprüft. Erst dann können Sie das im nächsten Schritt an den Mieter der Wohnung weitergeben. Ansonsten kann es passieren, dass Sie die unüberbrückbaren Posten bezahlen müssen. Im Zweifelsfall wird nämlich dem Mieter vom Gericht Recht gegeben, wenn dieser bei unübersichtlichen Posten mit der Zahlung streikt.

Das Recht auf Nutzung und Verfügung

Mit dem Eigentum einer Wohnung sind viele Herausforderungen an Sie gebunden. Haben Sie gewusst, dass Sie nicht das Eigentum an einer Wohnung haben, sondern ausschließlich nur das Recht der Nutzung und Verfügung einer bestimmten Wohnung? Sie besitzen quasi ein Miteigentumsanteil an der Liegenschaft. Wenn Sie sich eine Wohnung kaufen, treten Sie automatisch einer Gemeinschaft für Gefahren und Haftung bei und tragen dafür sämtliche Konsequenzen. Thermische Sanierungen im Haus müssen Sie zum Beispiel genauso mitbezahlen, wie eventuelle Abfertigungen von einem Hausbesorger, der in Pension geht. Die Sache wird übrigens dann besonders teuer, wenn ein Miteigentümer die laufenden Zahlungen nicht leistet. In einem solchen Fall muss nämlich der Rest der Eigentümer dafür aufkommen und für diese Zahlungen einspringen.

Eine genaue Betriebskostenabrechnung

Übrigens muss Ihnen die Verwaltung die Einsicht in die originalen Belege gewähren. Besehen Sie die Rechnungen in Ruhe zu Hause und vergleichen Sie die Aufstellungen eventuell mit Abrechnungen von den vorigen Jahren, um Vergleiche zu ziehen, wenn Sie sich die Nebenkosten genauer ansehen.

Eine so genannte Betriebskostenabrechnung besteht meist aus drei Komponenten:

• Langfassung
• Kurzfassung
• Belegsammlung

Auf einen Blick können Sie zum Beispiel die Beträge in der Kurzfassung erkennen, die einzelnen Rechnungen dazu finden Sie in der Langfassung. Außerdem besteht seitens des Verwalters eine Informationspflicht in Bezug auf Rechnungen. Der Verwalter muss also eine Aufklärung geben können, damit Sie sich als Wohnungseigentümer auch auskennen.

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