Öllarche des Mieters richtet einen 8000 Euro Schaden an – Wer haftet?

Eventuell vermieten Sie Ihr Objekt auch mit einem Stellplatz für einen Pkw. Entweder befindet sich dieser Stellplatz draußen im Freien oder in der Tiefgarage als Tiefgaragenstellplatz. Manchmal kommt es allerdings vor, dass ein Mieter das Auto abstellt und es kommt zu einem Ölverlust wegen einem Leck.

Nach einer gewissen Zeit besteht eine richtig große Öllache – entweder auf dem Estrich oder auf dem Teer. Nun stellt sich allerdings die große Frage, wer für diese Öllache tatsächlich haften muss.

Ein Fall dazu:

Die Hauseigentümergemeinschaft kommt auf den Vermieter zu und sagt, dass er alleine für diesen Fall zuständig und verantwortlich ist, da dieser von seinem Mieter verursacht wurde. Die Sanierung kostet eventuell mehrere 1000 Euro, was angeblich der Vermieter zahlen muss.

In diesem Fall wird der Vermieter der Meinung sein, dass der Mieter dafür verantwortlich ist. Es ist übrigens illegal, ein Auto oder einen Pkw abzustellen, der einen Ölverlust hat.

Grundsätzlich besteht in Deutschland die Regel, dass nur dann gehaftet wird, wenn ein Verschulden zutrifft und jemand etwas falsch macht. Im Kfz Bereich gibt es allerdings die Ausnahme der Gefährdungshaftung. Dasselbe gilt für Atomkraftwerke.

Ansonsten wird nur dann gehaftet, wenn derjenige auch ein Verschulden begangen hat. Eventuell wird diese Öllache verursacht, obwohl das vom Vermieter gar nicht bemerkt wird. In einem solchen Fall trifft den Vermieter keine Schuld.

Unwissenheit und Verantwortung der Schuld

Wird ein Schrottauto von einem Mieter abgestellt, so dass es zu einer Öllache und dadurch zu einen Schaden kommt, heißt das nicht, dass dafür der Vermieter haften muss. In einem solchen Fall sollte sich die Hauseigentümergemeinschaft daher direkt an den Mieter wenden.

Grundsätzlich hat der Vermieter nämlich mit einer solchen Sache nichts zu tun. Die Sache kann umschlagen, wenn dies auf Dauer nicht bemerkt oder quasi geduldet und nicht gehandelt wird. Aber hat der Vermieter grundsätzlich keine Ahnung davon, dass wegen eines Pkws von einem Mieter eine Öllache entsteht, ist er auch nicht dafür haftbar. Gehaftet wird grundsätzlich nur dafür, wofür auch ein Verschulden besteht. Ist dies nicht der Fall, erfolgt definitiv dafür keine Haftung.

Was die Schäden betrifft, so muss der Mieter für alles das bezahlen, was über die gewöhnliche Abnutzung einer Wohnung hinausgeht. Eventuell sind Schäden durch einen nachteiligen Gebrauch oder durch mutwillige Beschädigung entstanden. Beispiele hierfür sind:

• Risse im Fußboden
• Wasserschaden durch zu feuchtes Putzen

Grundsätzlich ist es die Pflicht des Mieters, die Wohnung beim Auszug so zu übergeben, wie sie vorgefunden wurde. Grob verursachte Schäden müssen bis dahin beseitigt werden. Ansonsten kann der Vermieter die Kaution einbehalten. Verzogene Türen oder Fensterrahmen, sowie Flecken im Teppich, bzw. Kratzer am Boden oder Verbleichte Wände müssen nicht bezahlt werden.

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